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Geschrieben von forextotal am 30. April 2015

10 Anfängertipps für den Devisenhandel

Trading-Chart

Der Devisenmarkt ist der größte und liquideste Handelsplatz der Welt. Dabei geht es längst nicht nur um das Urlaubgsgeld einiger Touristen, das in eine fremde Währung getauscht wird - auch wenn zu dieser Gelegenheit die meisten Menschen erstmalig mit dem Devisenhandel in Berührung kommen. Tatsächlich läuft das Handelsgeschehen in großen Teilen rein elektronisch ab, auf diese Weise werden täglich rund 4 Billionen USD umgesetzt. Um als Anleger in den Devisenhandel einzusteigen und auch tatsächlich erste Gewinne zu erzielen, muss man zunächst seine Funktionsweise durchschauen. Dazu sollen die folgenden Abschnitte als erste Orientierung dienen.

Was sind Devisen?

Vielen mag der Begriff Devisen bereits aus dem Bankwesen bekannt sein. Darunter versteht man ausländische Währungen, beispielsweise den US-Dollar. Im elektronischen Devisenhandel bezieht sich dieser Begriff aber nicht auf Münzen oder Scheine, sondern auf ein virtuelles Kapital bei Kreditinstituten, welches in einer Fremdwährung vorliegt.

Wie funktioniert der Handel mit Devisen?

Am internationalen Foreign Exchange verbinden sich Teilnehmer aus allen Teilen der Welt elektronisch miteinander, um zu handeln. Gehandelt wird mit Währungspaaren, die größten unter ihnen sind die Paare EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD sowie USD/CHF. Alle Währungsgeschäfte basieren auf dem Kauf oder Verkauf der einen Währung gegenüber der jeweiligen anderen. Um Gewinne zu erzielen, setzen die Händler darauf, dass die von ihnen gekaufte Währung gegenüber der verkauften im Wert steigen wird.

Was sind Währungskurse?

Ganz gleich, ob von Wechselkurs, Währungskurs oder Devisenkurs gesprochen wird - gemeint ist immer der Wert einer bestimmten Währung in der Währung eines anderen Landes. Darunter versteht sich beispielsweise der Wert eines Euros in der Fremdwährung US-Dollar: Aktuell ist ein Euro etwa 1,11 USD wert. Wer in die Vereinigten Staaten reist und seine Euros in Dollar tauscht, bekommt also für jeden eingezahlten Euro 1,11 USD ausgezahlt. Ähnlich funktioniert der Devisenmarkt: Ein Anleger kauft eine Fremdwährung im Tausch mit dem Euro in der Hoffnung, dass der Wert der Fremdwährung steigt und er auf diese Weise einen höheren Gegenwert erzielt.

Wer bestimmt über die Währungskurse?

Am Devisenmarkt werden im Sekundentakt Währungspaare gehandelt. Über den Wert einer Währung entscheidet maßgeblich die Nachfrage unter den Händlern. Durch den fortwährenden An- und Verkauf sind die Wechselkurse einer steten Veränderung unterlegen. Mal überwiegt der Verkaufsdruck und senkt den Wert einer Währung, mal schnellt die Nachfrage in die Höhe und führt zu einem Preisanstieg.

Was ist ein Pip?

Im Devisenhandel werden sowohl die Gewinne als auch die Verluste in Pips ausgewiesen. Der Begriff steht für percentige in point, es handelt sich dabei um die vierte Nachkommastelle des jeweiligen Währungskurses.

Wie kann man mit Devisen handeln?

Der Handel an den Devisenmärkten steht auch Privatpersonen frei. Für die meisten Anleger dürfte der direkte Handel via Forex interessant sein, da hierbei kaum zusätzliche Kosten entstehen. Dazu benötigt man nichts weiter als ein Depot bei einem spezialisierten Broker.

Wer nimmt noch am Handelsgeschehen teil?

Unter den Teilnehmern am Devisenmarkt macht der größte Anteil nicht die privaten Anleger aus sondern große Bankinstitute, Hedgefonds und Firmen. Diese institutionellen Marktteilnehmer tranferieren riesige Summen von der einen in die andere Währung und machen dabei von Zinsunterschieden zwischen den Währungsräumen Gebrauch, um große Gewinne zu erzielen.

Welche Vorteile bietet der Devisenhandel?

Aufgrund seiner schier unfassbaren Größe und der riesigen Geldmenge, die täglich am Devisenmarkt gehandelt wird, ist der weitestgehend frei vom Einfluss einzelner Interessen. So ist es auch großen Institutionen kaum möglich, den Kurs eines Währungspaars zum eigenen Vorteil in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. So kommt es im Unterschied zum Aktienmarkt kaum zu gezielten Kursmanipulationen, die den Privatanlegern schaden.

Darüber hinaus ist der Handel zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich, die Devisenmärkte haben rund um die Uhr geöffnet. Schon mit kleinen Einsätzen können Händler hier große Gewinne erzielen. Möglich ist das mit dem so genannten Hebel-Effekt, dank dem auch Privatanleger bis zum 100-fachen ihres tatsächlich eingesetzten Kapitals bewegen.

Welche risiken brigt der Devisenhandel?

In der Hebelwirkung, die dem Anleger große Gewinne einspielen kann, liegt auch das größte Risiko des Devisenhandels. Denn mit einem Hebel von beispielsweise 1:100 handelt der Anleger mit riesigen Summen, die er selbstverständlich auch verspielen kann. Dabei können die Verluste leicht die beim Broker hinterlegte Sicherheitsleistung (Margin) übersteigen.

Welche Arten von Brokern gibt es?

Man unterscheidet zwischen Dealing-Desk-Brokern, die auch als Market Maker bezeichnet werden, und Non-Dealing-Desk-Brokern. Dealing-Desk-Broker stellen eigene Kurse für Währungspaare. Sie führen die Orders nicht direkt am Interbankenmarkt aus sondern dienen nur als Bindeglied zwischen Käufern und Verkäufern. Non-Dealing-Desk-Broker hingegen erhalten ihre Kurse über Partnerbanken vom Interbankenmarkt.

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