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Geschrieben von forextotal am 13. April 2015

Pfund rutscht auf Fünfjahrestief

Britisches Pfund (GBP)

Einer der wichtigsten Termine auf dem Wirtschaftskalender dieser Woche markiert die morgige Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex für das Vereinigte Königreich. Laut den Prognosen der Analysten werden die Verbraucherpreise unverändert und die Inflationsrate weiterhin auf einem Niedrigniveau verharren. Bereits seit einigen Tagen bewegt sich das Pfund gegenüber dem US-Dollar stetig abwärts, dieser Effekt könnte sich durch die Veröffentlichung noch beschleunigen.

BoE trotzt den Deflationsängsten

Der oberste britische Währungshüter Mark Carney gab sich im letzten Monat hinsichtlich der niedrigen Inflationsrate betont gelassen: Seiner Erwartung nach werde das Idealniveau von etwa 2% erst in zwei Jahren erreicht werden. Schon damals ging Carney davon aus, dass innerhalb dieses Jahres mit teils negativen Teuerungsraten zu rechnen sei, erst zum Jahresende könnten die Verbraucherpreise wieder anziehen. Hinter den stagnierenden Preisen steckt in erster Linie der massive Energiepreisverfall, der für etwa zwei Drittel der Inflationsschwäche verantwortlich sein soll. Aus der optimistischen Grundhaltung Carneys lässt sich ableiten, dass von seiten der BoE nicht mit einem expansiveren Politikkurs als Reaktion auf die niedrige Teuerungsrate zu rechnen ist.

Dennoch ist der Sturzflug des Pfunds gegenüber dem Greenback wohl kaum aufzuhalten. Mittlerweile nähert sich der Wechselkurs einem Jahrestief aus dem Jahr 2010 bei 1,4556 USD an. Dem neuerlich erstarkten US-Dollar hat die geschwächte britische Währung kaum etwas entgegenzusetzen. Auf ihr lasten nicht nur die neuesten schwachen Zahlen aus der Industrie, auf die die Anleger empfindlich reagierten, sondern auch die allgemeine Unsicherheit vor den anstehenden Wahlen. An den Devisenmärkten mehren sich zudem die Sorgen über die Wachstumsaussichten des Inselstaats.

Zinshoffnungen stärken Dollar-Kurs

Unterdessen profitiert der Greenback von den neu erflammten Erwarten auf baldige Zinsanhebungen. Die Anleger zeigen sich zuversichtlicher, dass die Erholung der US-Wirtschaft erneut an Dynamik gewinnen wird. Einen starken Schub erfuhr der Dollar-Kurs durch die Kommentare von Fed-Mitgliedern, die erste Zinsanhebungen im Sommer dieses Jahres unterstützen. Der US-Dollar-Index notierte stabil nahe seins Dreiwochenhochs bei 99,71.

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