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Geschrieben von forextotal am 9. April 2015

Zinsfalken verleihen Dollar Aufwind

USA und der Dollar

Wider Erwarten hat sich die gestrige Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-amerikanischen Zentralbank nicht als Pferdefuß für den Dollar-Kurs erwiesen. Im Gegenteil erfuhr der Greenback heute auf breiter Front Unterstützung und handelte gegenüber den anderen Leitwährungen merklich höher. Der US-Dollar-Index stieg in der Folge auf 98,62 an und die europäische Gemeinschaftswährung rutschte auf 1,0728 USD ab.

Fed-Mitglieder zeigen sich uneins

Zwar belegt das am gestrigen Abend veröffentlichte Dokument wie im Vorfeld erwartet, dass einige der Währungshüter entschieden von einem zeitnahem Zinsschnitt Abstand nehmen. Doch zugleich zeigen sich die Befürworter der Zinswende ebenso entschlossen. Diese als Zinsfalken bezeichnete Gruppe ist es, die die Anlegerstimmung heute ins Positive verkehrte.

Aus dem Protokoll wird jedoch in erster Linie die Uneinigkeit zwischen den Notenbankern in der Frage deutlich, ob erste Zinsanhebungen im Juni der wirtschaftlichen Entwicklung in den Vereinigten Staaten gerecht würden. Es gibt in den Reihen der Fed Stimmen, die das Jahr 2016 als möglichen Termin vorziehen. In den zurückliegenden Monaten gelangte der US-Dollar zu einer gewaltigen Stärke gegenüber anderen Währungen, diesen Effekt würde die Zinswende noch verstärken. Exporte und in der Folge auf das Wirtschaftswachstum könnten unter dem enormen Wertgewinn leiden.

Zinsanhebungen im Juni noch immer möglich

Prinzipiell besteht unter den Mitgliedern der Federal Reserve Bank jedoch die Bereitschaft, trotz der aktuell niedrigen Inflationsrate zu einer konservativeren Geldpolitik zurückzukehren. Zusätzliche Unterstützung erfuhr der Greenback von den Äußerungen des Präsidenten der New York Fed, William Dudley. Dudley erklärte, der Zeitplan für eine Anhebung der Leitzinsen müsse sich zuvorderst an den Wirtschaftszahlen orientieren. Damit sei eine erste Anhebung im Juni nicht ausgeschlossen. Neben der Entwicklung der Wirtschaft und des amerikanischen Arbeitsmarkts werden die Fed-Mitglieder in den kommenden Wochen sicher auch internationale Entwicklungen wie die schrumpfende Konjunktur Chinas oder den Schuldenstreit der Eurozone fest im Blick behalten.

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