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Geschrieben von forextotal am 18. März 2015

Fed: Pro und Contra der Zinswende

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Im Verlauf des heutigen Abends offenbart sich, wie sich die US-amerikanische Geldpolitik in den kommenden Monaten gestalten wird. Sollte die Federal Reserve Bank in ihrer Kundgebung auf das Wort "Geduld" verzichten, würde dies eine große Welle an den Devisenmärkten auslösen und den US-Dollar gegenüber anderen Leitwährungen massiv aufwerten. Vorerst zeigten sich die Anleger aber vorsichtig, der Greenback handelte niedriger und der US-Dollar-Index fiel auf 99,79.

Pro: Stabile Wirtschaftslage, gesunder Arbeitsmarkt

Viele Experten äußerten sich in den Medien über das zu erwartende Ergebnis der heutigen Fed-Ankündigung. Die Mehrheit von ihnen hält die erste Zinswende seit dem Krisenjahr 2008 für unumstößlich, sie rechnen fest damit, dass die Notenbankchefin Janet Yellen die Zeichen für erste Leitzinsanhebungen setzen wird. Als möglicher Startpunkt für die herbeigesehnte Zinswende wird an den Finanzmärkten die Fed-Sitzung im Juni dieses Jahres gehandelt.

Einige Argumente sprechen für eine Rückkehr zu einer konservativeren Geldpolitik. Der wichtigste Messwert ist in den Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt zu finden. Hier hat sich die Lage in den vergangenen Monaten merklich entspannt. Mit 5,5% hat die Arbeitslosenquote der Vereinigten Staaten endlich den Bereich erreicht, den die Zentralbank als langfristiges Niveau definiert hat.

Contra: Schwaches Wachstum, niedrige Inflation

Wie spannend die heutige Fed-Ankündigung im Hinblick auf die Zukunft des US-Dollars ist, zeigt ein Blick auf die Contra-Seite, die ihrerseits einige überzeugende Argumente zu bieten hat. So sprechen die jüngsten US-Wirtschaftsdaten gegen eine frühe Zinswende in diesem Sommer. Die Zahlen waren unter den Erwartungen der Analysten geblieben und lassen auf ein schwaches Wachstum schließen. Eine Verteuerung des US-Dollars, die unabwendbar mit einer Anhebung der Leitzinsen verknüpft wäre, könnte die wirtschaftliche Lage noch verschärfen. Schließlich macht eine Aufwertung der Währung die amerikanischen Exportwaren im Ausland unattraktiver.

Ein weiterer Punkt ist die Inflationsrate, die aufgrund der billigen Ölpreise in Januar unter die Nulllinie rutschte. Einige Experten werfen deshalb die Frage auf, ob sich die Vereinigten Staaten angesichts ihrer massiven Verschuldung eine so frühe Zinswende überhaupt leisten könnten. Wirtschaftswachstum und Inflation jedenfalls dürften den Währungshütern die Entscheidung nicht leicht machen.

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