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Geschrieben von forextotal am 16. März 2015

EUR/USD erkundet neue Rekordtiefs

Europa und der Euro

Auch zu Beginn dieser Woche lässt der massive Druck, der auf der europäischen Gemeinschaftswährung lastet, nicht nach. Lediglich eine kleine Verschnaufspause war dem Euro in den vergangenen Handelstagen vergönnt. Heute setzt der Wechselkurs des Währungspaars EUR/USD seinen eingeschlagenen Pfad in Richtung Parität fort. Experten warnen, dass der Kurs in Zukunft sogar noch weiter abrutschen könnte.

Euro-Kurs steuert Parität an

Was die Exportwirtschaft in Deutschland derzeit zum Frohlocken bringt, ist für die Sparer ein bedrohlich wirkendes Szenario: Spätestens im Jahr 2017 soll der Wert des Euros laut der Meinung von Wirtschaftswissenschaftlern unter die Parität gegenüber dem US-Dollar fallen, er wäre dann also weniger wert als die Währung der Vereinigten Staaten. Einige der Analysten sehen die Zukunft der Gemeinschaftswährung bei 0,95 oder gar 0,85 USD.

An diesem Montag jedenfalls notierte der Euro nur knapp über der Marke von 1,05 USD und testete bereits ein neues Zwölfjahrestief bei 1,0456 USD.

EZB-Politik forciert Euro-Absturz

Driften die geldpolitischen Kurse der beiden Zentralbanken in Europa und Amerika weiterhin so stark auseinander wie bisher - und die Differenz dürfte sich in den kommenden Monaten sogar noch verstärken - gibt es kaum einen Zweifel daran, dass der Euro weiterhin als großer Verlierer aus dem Devisenrennen hervorgehen wird. Ein kräftiger Schub in die eingeschlagene Richtung könnte von der bevorstehenden Fed-Sitzung kommenden Mittwoch ausgehen.

Nach der etappenweise gestalteten Verabschiedung von dem Anleihenkaufprogramm in den Vereinigten Staaten stehen die Währungshüter der Federal Reserve Bank kurz davor, die Leitzinsen erstmals seit der Finanzkrise zu erhöhen. Ganz im Gegensatz zu der Europäischen Zentralbank, die erst in der letzten Woche die Geldschleusen für die Finanzmärkte weiter öffnete. Eine baldige Erholung des Euros ist also auch in der ferneren Zukunft nicht in Sicht, für Auftrieb könnten einzig stabilere Wirtschaftsdaten aus der Eurozone sorgen.

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