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Geschrieben von forextotal am 13. März 2015

Öl-Schock: Kanadischer Dollar im Tiefflug

USA und der Dollar

Während der vergangenen Monate brach der Preis für das Barrel Öl um etwa die Hälfte ein - eine katastrophale Entwicklung für die Länder, die maßgeblich vom Export des Rohstoffs profitieren. Kanadas Wirtschaft leidet in besonderen Maße unter den Ramschpreisen im Energiesektor, die Konjunktur des Landes ist untrennbar mit dem Ölpreis verknüpft. Als Rohstoffwährung spiegelt der Wert des Kanadischen Dollar den Öl-Schock, seit Monaten schon klettert der Wechselkurs von USD/CAD kontinuierlich bergauf.

Dollar-Flaute ohne Nachhall

Für nur wenige Stunden am gestrigen Donnerstag kehrte sich der Trend um: Der US-Dollar fiel gegenüber seinem kanadischen Pendant. Grund war die Veröffentlichung durchwachsener Wirtschaftsdaten aus den USA und die damit verbundene große Enttäuschung unter den Anlegern, die mit ihnen die zeitnahe Zinswende in Gefahr sehen. Lediglich ein ebenso enttäuschender Report zur Entwicklung der Immobilienpreise in Kanada begrenzte die Gewinne der Loonie genannten Währung.

Wie das amerikanische Handelsministerium bekannt gab, gingen die Einzelhandelsumsätze im vergangenen Monat um 0,6% zurück. Eine herbe Enttäuschung, prognostizierten die Analysten doch einen Anstieg um 0,3%. Im Anschluss an die Veröffentlichung erreichte USD/CAD im US-Morgenhandel ein Tief bei 1,2619 CAD. Inzwischen hat sich der Greenback allerdings wieder gefangen und notierte deutlich höher, während sich die Marktteilnehmer auf neue Wirtschaftsdaten aus den USA konzentrieren.

Expansive Geldpolitik beflügelt USD/CAD

Wenig hoffnungsvoll blickt der Chef der Bank of Canada derzeit in die Zukunft: Das Land muss den Ölpreisverfall verkraften, der die nationale Finanzlage kräftig ins Schwanken brachte. Mit einer Absenkung des Leitzinses versuchte die Nationalbank Anfang des Jahres der Lage Herr zu werden. Mit diesem Schritt sollten die Auswirkungen auf Lohnentwicklung, Beschäftigungszahl und die wachsende Schuldenquote gedämpft werden. Von weiteren Maßnahmen wollten die Währungshüter vorerst absehen.

Jetzt aber könnte in Kanada eine weitere Leitzinssenkung anstehen. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts und die anhaltende Konjunkturflaute zwingen die Zentralbank zum Handeln. Etwa 5.000 Stellen hat der Öl-Schock Kanada im Februar gekostet, die Arbeitslosenquote stieg auf 6,7% an. Der expansive Kurs der kanadischen Zentralbank verleiht USD/CAD Rückenwind, heute nahm der Kurs das Fünfjahreshoch bei 1,2798 in den Fokus und durchbrach die Widerstandslinie bereits zeitweise. Für die kommenden Tage rückt die Marke bei 1,3 CAD in Reichweite.

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