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Geschrieben von forextotal am 9. März 2015

US-Dollar verlässt Rekordhoch, Euro weiter unter Druck

Europa und der Euro

Zum Einstieg in die neue Woche muss der US-Dollar sein Elfeinhalbjahreshoch gegenüber anderen wichtigen Leitwährungen aufgeben. Nach einer spannenden Rally am Freitag, die von einem überraschend optimistischen Arbeitsmarktbericht ausgelöst wurde, entschieden sich viele Investoren dazu ihre Gewinne mitzunehmen. In der Folge gab der US-Dollar-Index leicht nach auf 97,48 und entfernte sich von seinem Freitagshoch bei 97,84.

Gerüchte um Pläne der Fed

Die am Freitag publizierten, äußerst soliden Zahlen vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt schürten erneut die Spekulationen über eine bevorstehende Zinserhöhung durch die Federal Reserve Bank an den Finanzmärkten. Im Raum stehen Mutmaßungen darüber, dass die Zinswende bereits in der Jahresmitte 2015 eingeleitet werden könne. Der brodelnden Gerüchteküche verdankt der Greenback seinen kräftigen Aufwind, besonders gegenüber geschwächten Währungen wie dem Euro. Leichte Zugewinne hielten das Währungspaar EUR/USD jedoch vorerst knapp über der Marke von 1,08 USD.

Griechenland sorgt weiterhin für Verunsicherung

Freilich ist das Aufwärtspotenzial der europäischen Gemeinschaftswährung an diesem besonderen Montag stark begrenzt. Nicht nur startete heute die Europäische Zentralbank mit ihrem groß angelegten Anleihekaufprogramm, das die Finanzmärkte in den nächsten Tagen wohl besonders beschäftigen wird. Zugleich findet in Brüssel ein Treffen der Finanzminister der Eurogruppe statt, das sich erneut um geplante Wirtschaftsreformen aus Griechenland dreht.

Ende Februar hatte Athen zwar eine Verlängerung des Hilfspakets um weitere vier Monate erstreiten können, jetzt aber muss die neue griechische Regierung das Vertrauen der Eurogruppe erlangen, um auf weitere finanzielle Spritzen hoffen zu dürfen. Die Situation gilt als verfahren, Finanzminister Varoufakis hat sich in den vergangenen Wochen nicht nur Freunde gemacht. Besonders der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble äußerste sich zuletzt skeptisch über seinen griechischen Kollegen. Die Tatsache, dass Athen den Finanzprüfern der Troika die Einreise nach Griechenland verwehrt und damit eine objektive Prüfung der vorgelegten Reformvorschläge verhindert, dürfte die Lage noch verschärfen.

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