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Geschrieben von forextotal am 5. März 2015

BoE: Gute Wirtschaftslage, doch keine Zinswende in Sicht

Trading-Chart

Seit dem Ende des vergangenen Monats Februar geht es mit dem Kurs des britischen Pfunds gegenüber dem US-Dollar wieder deutlich bergab. An diesem Donnerstag handelte das unter dem Spitznamen Cable bekannte Währungspaar bei einem Dreiwochentief. Der Entschluss des Komitees der Bank of England, ihre Leitzinsen vorerst unverändert auf dem Rekordtief von 0,5% zu belassen, drückte den Wechselkurs auf 1,5245 USD. Vor der Veröffentlichung erreichte das Paar noch ein Hoch bei 1,5358 USD.

Abwärtstrend setzt sich fort

Bereits gestern musste das Pfund gegenüber dem Greenback Kursverluste hinnehmen und handelte bei einem Zweiwochentief. Vorgelegte offizielle Wirtschaftszahlen offenbarten für den vorangegangenen Monat eine verlangsamte Expansion im britischen Dienstleistungssektor, was die Stimmung der Anleger trübte. Zwar rutschte der entsprechende Einkaufsmanagerindex, erhoben vom Forschungsinstitut Markit, von 57,2 im Januar auf einen Wert von 56,7. Dennoch verzeichnet der Sektor ein unverändert solides Wachstum.

Heute Vormittag waren es pessimistische Immobilienzahlen, die für eine Fortsetzung der Talfahrt im GBP/USD sorgten. Laut den offiziellen Angaben gingen die Hauspreise in Großbritannien im Februar um 2,0% zurück, während die Prognosen lediglich von 0,2% ausgingen. Die Preise im britischen Immobiliensektor entwickeln sich im Jahresvergleich sehr stabil, in den drei Monaten bis Februar legten sie um 8,3% zu.

Währungshüter blieben ihrem Kurs treu

Seitdem die britische Zentralbank Anfang März 2009 ihre Leitzinsen auf das Niedrigniveau von 0,5% absenkte, um damit nach der Finanzkrise die Wirtschaft auf der Insel wieder in Schwung zu bringen, verblieben die Zinsen unangetastet. Inzwischen zeigte das Konjunkturprogramm der Bank of England Früchte, erst kürzlich bescheinigten Wirtschaftsdaten dem Inselstaat das kräftigste Wachstum unter allen G7-Staaten im Jahr 2014. Spätestens seit auch die Arbeitslosenquote ein Sechsjahrestief erreichte, werden die Stimmen auch innerhalb der Zentralbank nach einer Wende in der britischen Geldpolitik lauter.

Heute jedoch ist noch nicht der Zeitpunkt für diesen Wandel gekommen, die Bank of England rührt den Zinssatz auch weiterhin nicht an. Die Reaktion der Finanzmärkte fiel auf diese Nachrichten gemäßigt aus, hatte doch niemand ernsthaft mit einer so frühen Zinswende in Großbritannien gerechnet.

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