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Geschrieben von forextotal am 11. Februar 2015

Hoffnungen auf Griechenland-Einigung beschwingt Euro-Kurs

Europa und der Euro

"Grexit" gilt unter Finanzmarktexperten als eine Art apokalyptisches Szenario, das den Euro in eine schwere Krise stürzen könnte. In jedem Fall bleibt es im Angesichts des nahe rückenden Endes des Hilfsprogramms zum 28. Februar ein brisantes Thema. Griechenland droht ohne die Hilfe der EU-Staaten die Staatspleite. Zugleich steht der griechische Bankensektor vor einem Kollaps, während die Sparer ihr Geld aus dem System abziehen. Das Vertrauen der Kunden in die Bankinstitute ist schwer gestört. Einzig das Gerücht, die EU-Kommission könnte sich zu einer sechsmonatigen Verlängerung der Finanzhilfen entschließen, verleiht dem Euro heute Auftrieb über die Marke von 1,13 USD.

Die Zeit für Athen drängt

Noch ist Griechenland in der Lage, sich am Kapitalmarkt mit dringend benötigtem Geld zu versorgen. Doch der Risikoaufschlag und damit die Kosten für diese Anleihen erhöhen sich stetig, für Papiere mit einer dreimonatigen Laufzeit beläuft sich der Zinssatz bereits auf 2,50%. Noch dramatischer spiegelt sich der Aufwärtstrend in den zehnjährigen Anleihen, die im Jahr 2024 fällig sind. Anleger treibt die Angst vor einer möglichen Staatspleite des schuldengebeutelten Griechenlands um und ließ die Rendite auf 10,992% anwachsen.

Spitzentreffen soll Ergebnisse liefern

Neue Impulse in der Griechenland-Frage erwarten die Marktteilnehmer von dem heute stattfindenden Sondertreffen der europäischen Finanzminister in Brüssel. Die teilnehmenden Politiker wollen von der neuen Regierung Griechenlands konkrete Vorschläge hören, wie sich die Sanierung des Landes gestalten könnte. Finanzminister Varoufakis jongliert derzeit mit einigen Ideen: Eine davon ist es, Anleihen auszugeben, deren Zinszahlung an das wirtschaftliche Wachstum geknüpft würde. Alternativ wären "ewige" Anleihen denkbar, die nie auslaufen würden, dafür aber mit regelmäßigen Zinszahlungen verbunden seien. In einem Punkt jedenfalls gibt sich die Regierung in Athen entschlossen: Eine Verlängerung des Hilfsprogramms unter den bisherigen Konditionen kommt nicht in Frage.

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