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Geschrieben von forextotal am 5. Februar 2015

Trotz BoE-Stillstand: Pfund klettert auf Dreiwochenhoch

Britisches Pfund (GBP)

Optimistische Wirtschaftsdaten beflügen an diesem Donnerstag das britische Pfund. Das Währungspaar GBP/USD erreichte im europäischen Handel am Morgen bei 1,5244 USD ein Sitzungshoch und zugleich sein höchstes Niveau der vergangenen drei Wochen. Im Fokus des heutigen Handelstages stand die erste Ratssitzung der Bank of England in diesem Jahr. Wie erwartet halten die Währungshüter weiter an ihrer Geldpolitik fest, was dem britischen Pfund heute allerdings nicht mehr den Wind aus den Segeln nehmen konnte.

Großbritanniens Wirtschaft brummt wieder

Es sieht aktuell sehr gut aus für die britische Wirtschaft. Nach einer kleinen Flaute in den vergangenen Monaten erweist sich die Konjunktur des Inselstaats als durch und durch solide. Die Woche startete bereits mit erfreulichen Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor. Heute fand die positive Nachrichtenlage mit der Hauspreisinflation ihre Fortsetzung. Auf der Insel stiegen die Hauspreise innerhalb des Monats Januar um 2,0% an und übertrafen damit die Erwartungen der Experten um Längen.

Allgemein verzeichnen die Verbraucherpreise in Großbritannnien wie auch im Rest Europas kaum einen Anstieg. Diese Inflationsflaute bereitet den Anlegern Sorgen, mit einer Anhebung der Zinssätze vor dem nächsten Jahr rechnet deshalb kaum jemand mehr.

Inflation lässt Währungshüter auf der Stelle treten

Von der heutigen Ratssitzung der Bank of England wurden keine Überraschungen erwartet. Entsprechend verkündeten denn auch die Zentralbanker, keine Änderungen an den Leitzinssätzen vorzunehmen - sie verbleiben auf ihrem Tiefstand bei 0,50%. Darüber hinaus soll auch das Anleihenkaufprogramm in seinem bisherigen Umfang von 375 Mrd. GBP monatlich beibehalten werden.

Nächste Woche steht die Veröffentlichung des vierteljährlichen Inflationsberichts der BoE an. Anleger erhoffen sich neue Hinweise auf einen möglichen Zeitplan für die Umkehr in der britischen Geldpolitik. Aufgrund der niedrigen Inflation wird an den Märkten das Frühjahr 2016 als denkbarer Zeitraum für eine erste Leitzinsanhebung gehandelt.

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