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Geschrieben von forextotal am 26. Januar 2015

Griechenlandwahl: Der große Einbruch blieb aus

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Nur für kurze Zeit zeigten sich in der vergangenen Nacht die Auswirkungen des Wahlsiegs der linksgerichteten Syriza-Partei in Griechenland. Allen Befürchtungen ob des Regierungswechsels hin zu einem kritischen Kurs gegenüber dem rigiden Sparkurs zum Trotz zeigten sich die Finanzmärkte entspannt: Der Dax schnellte schon bald wieder in die Höhe, hier überwiegt die anhaltende Euphorie über den EZB-Entscheid von letzter Woche. Kurzweilig rutschte der Euro unter 1,11 USD und erreichte ein neues Elfjahrestief.

Tsipras lässt Befürchtungen verpuffen

Bereits im Vorfeld zur Wahl in Griechenland zeigten sich viele Anleger besorgt und befürchteten, ihr Ausgang könne eine neue Eurokrise provozieren. Auslöser war die abzusehende Machtübernahme des Linksbündnisses Syriza, angeführt von Alexis Tsipras an seiner Spitze. Da der populäre Politiker jedoch die absolute Mehrheit verfehlte, blieb von dieser Angst nach einem kurzen Schockmoment nur noch wenig übrig.

Inzwischen steigt der Euro wieder und kletterte auf einen Wert von 1,1259 USD. Auch das mit dem Wahlausgang heraufbeschworene Risiko für die Gemeinschaftswährung wird seitdem nur noch als gering eingestuft: Streitigkeiten um die Hilfsprogramme waren bereits abzusehen und ein Austritt Griechenlands aus dem Euro gilt als sehr unwahrscheinlich. Noch in der Wahlnacht signalisierte Tsipras der EU Gesprächsbereitschaft.

Anleger freuen sich über Ifo-Index

Für einen optimistischen Wochenstart sorgte außerdem der Ifo-Geschäftsklimaindex. Dieser stieg im Januar bereits zum dritten mal in Folge an und erreichte 106,7 Punkte. Befragte Unternehmer zeigten sich nicht nur mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufriedener sondern bewerteten auch den Ausblick in die Zukunft wieder positiv - eine Entwicklung, die auf eine konjunkturelle Wende hoffen lässt. Einen Anstieg des Index hatten Experten durchaus erwartet, da sich der niedrige Ölpreis sowie der schwache Euro günstig auf die Konjunktur auswirken. Dennoch zeigten auch sie sich vom deutlichen Aufwärtstrend überrascht.

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