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Geschrieben von forextotal am 13. Januar 2015

Großbritanniens Inflation fällt auf Rekordtief

Britisches Pfund (GBP)

Wie bereits die Inflationsdaten der Euro-Länder vor ihnen offenbarten auch die Zahlen für Großbritanniens Teuerungsrate einen überraschend deutlichen Abwärtstrend. In ganz Europa dämpfen die günstigen Energiekosten die Entwicklung der Verbraucherpreise. Die Devisenmärkte reagierten empfindlich auf die heutige Bekanntmachung, sie rechnen mit einer weiteren Verzögerung der Zinswende durch die Bank of England.

Billige Energie hält Verbraucherpreise klein

Bei genauerem Hinsehen weisen die vorgelegten Zahlen eine weitere Parallele zur den Inflationsdaten der Euro-Länder auf: Auch für den Inselstaat lässt sich eine deutliche Kluft zwischen Inflation und Kerninflation ausmachen: Die Verbraucherpreissteigerung schrumpfte überraschend stark von 1,0% auf 0,5%, von Analysten erwartet wurde ein Rückgang auf gerade einmal 0,7%. Zugleich aber stieg die Kerninflation auf einen Wert von 1,3% an. Damit untermauern die Daten den Eindruck, dass die derzeit weltweit fallenden Inflationsraten lediglich die akute Schwäche der internationalen Energiebranche spiegeln.

Zögerliche BoE belastet Pfund-Kurs

Unter diesen Voraussetzungen bleibt es umso spannender, ob die Bank of England diese Entwicklung zum Anlass nehmen wird, eine Anhebung ihrer Leitzinsen noch weiter zu verzögern. Einige Marktteilnehmer hegen Zweifel, ob die ersehnte Zinswende überhaupt noch im Jahr 2015 erfolgen wird. Entsprechend bearish reagierte der Kurs von Cable auf die schwachen Inflationsdaten. Der Abwärtstrend des Pfunds wird wohl nur dann zu stoppen sein, wenn die Marktteilnehmer Hinweise auf einen möglichen Zeitpunkt zur Umkehr in Großbritanniens Geldpolitik erhalten werden. Derweil nähert sich das Währungspaar einem 18-Monatstief an und handelte bei 1,5083 USD.

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