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Geschrieben von forextotal am 20. Oktober 2014

Pfund erholt sich von Inflationsreport

Britisches Pfund (GBP)

Nach einer äußerst turbulenten Woche hat sich die Situation an den Finanzmärkten zu Wochenbeginn wieder beruhigt. Sorgen um das weltweit stagnierende Wirtschaftswachstum sowie die schwachen Inflationszahlen aus Großbritannien scheinen wie verflogen, sie hatten zu den kräftigen Kursschwankungen geführt. Im befriedeten Handel konnte das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar Gewinne einfahren und notierte bei 1,6133 USD nahe seines Sitzungshochs von 1,6135 USD.

Optimistische US-Daten beschwichtigen Anleger

Bereits am Donnerstag hellten solide Zahlen aus den Vereinigten Staaten die Stimmung an den Märkten deutlich auf. Das US-Arbeitsministerium verkündete den Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf 264.000, ein 14jähriges Rekordtief. Am Freitag vorgelegte Daten belegten darüber hinaus, dass das Verbrauchervertrauen in diesem Monat einen Höchststand erreicht hat und damit an das Vorkrisenniveau von Juli 2007 anknüpft. Diese Nachrichten befeuerten Spekulationen um den möglichen Zeitpunkt einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve Bank, als denkbarer Zeitraum wird aktuell die zweite Jahreshälfte 2015 geführt

Bank of England verschiebt Zinswende

Mit der Veröffentlichung der enttäuschenden Inflationsrate Großbritanniens im September brach das Pfund Mitte letzter Woche gegenüber dem US-Dollar auf ein 11-Monatstief ein. Obwohl die Verbraucherpreissteigerung noch im August 1,5% betragen hatte, rutschte sie im September auf 1,2% ab. Damit schwandt der Druck auf die Bank of England, ihren Leitzins in absehbarer Zeit anzuheben.

Chefvolkswirt der Zentralbank Andy Haldane führte die erhöhten politischen und finanziellen Risiken aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage an, um den Rückgang der Inflationsrate zu erläutern. Die schwache Lohnentwicklung in Großbritannien trage gemeinsam mit fallenden Rohstoffpreisen dazu bei, dass sich der Preisdruck recht gering gestaltet. Haldane schließt aus dieser ernüchternden Konjunkturperspektive, dass die Zinsen frühestens Mitte nächsten Jahres steigen sollten.

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