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Geschrieben von forextotal am 1. Oktober 2014

Sanktionen schicken Rubel-Kurs auf Talfahrt

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Zunehmend zeigt sich die russische Wirtschaft von den harschen Sanktionen der westlichen Staaten belastet. Riesige Kapitalsummen werden aus dem Land geschafft, das unter den hausgemachten geopolitischen Spannungen sowie der politischen Linie seines Präsidenten Putin leidet. Gegenüber dem Rubel stieg der US-Dollar zuletzt auf ein neues Allzeithoch, erstmals durchbrach der Wechselkurs die 39er-Marke und nimmt jetzt die 40 ins Visier.

Kapitalabwanderung erreicht Rekordwerte

Allein für das Jahr 2014 erwartet die russische Zentralbank ihren neuesten Prognosen zufolge einen Nettoabfluss privaten Kapitals aus Russland in Höhe von 100 Mrd. USD. Damit übersteigt die aktuelle Entwicklung die Reaktionen auf die Finanzkrise 2008. Angesichts der anhaltenden Krise in der Ostukraine und der ausgeweiteten Strafmaßnahmen, die von den Vereinigten Staaten und der EU ausgehen, lässt sich dieser Kapitalabfluss nur schwerlich verhindern.

Mittlerweile belasten die Spannungen zwischen Russland und den westlichen Nationen nicht länger nur den Wert der eigenen Währung sondern auch die gesamte Wirtschaft des Landes. Der russische Aktienindex RTS verzeichnete seit Jahresbeginn einen Verlust von knapp 19%.

Notenbank erwägt Kapitalkontrollen

Selbst die zum Teil kräftigen Leitzinserhöhungen vermochten bislang nicht, den Preisverfall des Rubels aufzuhalten oder aber die wachsende Inflationsrate von aktuell 7,6% einzudämmen. Die Zeichen mehren sich, dass die russische Notenbank schon bald die ihr zur Verfügung stehenden geldpolitischen Mittel einsetzen wird, um die Schäden zu begrenzen.

Zu diesem Zweck steht ihr die Möglichkeit offen, Kapitalkontrollen einzusetzen. Diese wären keineswegs eine dauerhafte Lösung, vielmehr eine präventive und zeitlich begrenze Maßnahme, um eine weitere ausufernde Kapitalabwanderung aus russland zu verhindern. Aktuell sind noch keine konkreten Pläne zum Einsatz solcher Kontrollen bekannt, doch die Notenbanker sollen bereits verschiedene Einsatzszenarien prüfen.

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