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Geschrieben von forextotal am 30. September 2014

Inflationsdaten lassen Eurokurs einbrechen

Europa und der Euro

Nach einer ersten Schätzung gab die Statistikbehörde Eurostat heute in Luxemburg die Zahlen zur Verbraucherpreisentwicklung im September bekannt. Demnach hat die Inflationsrate im Vergleich zum Vormonat noch einmal 0,1 Prozentpunkte eingebüßt und beläuft sich auf 0,3%. Dieser alarmierende Rückgang markiert ein neues Fünfjahrestief, das auch die europäische Gemeinschaftswährung nicht unberührt lässt. Für diese bedeuten die vorgelegten Daten eine Weiterführung ihrer Talfahrt, sie erreichte bei einem Wert von 1,2591 USD ein vorläufiges Tief.

EZB zielt auf Wertverlust des Euros ab

Die Devisenmärkte werteten die Nachrichten als Signal dafür, dass die Europäische Zentralbank künftig weitere Maßnahmen ergreifen wird, um den Euro noch weiter zu schwächen. Schließlich kann die europäische Exportwirtschaft kräftig von dem schwachen Wechselkurs profitieren, im internationalen Preiskampf stellt dieser einen echten Marktvorteil dar. Ein Blick auf den Dax scheint die Vermutung der Marktteilnehmer zu bestätigen: Der Aktienindex reagierte auf die vorgelegten Zahlen mit einem kräftigen Kursgewinn und stieg auf 9,474 Punkte an.

Exporte profitieren vom schwachen Wechselkurs

Im Fokus der Notenbanker könnte jetzt stehen, durch eine weitere Schwächung der gesamteuropäischen Währung die Chance auf Exporte europäischer Unternehmen noch weiter zu erhöhen und somit eine Inflationssteigerung "von außen" zu erzielen. In jedem Fall ist damit zu rechnen, dass die Zentralbank angesichts der wenig hoffnungsvollen Wirtschaftsaussichten sowie der anhaltend niedrigen Inflation weiterhin an ihrer Politik des billigen Geldes festhalten wird. Wirtschaftsexperten allerdings sehen nur ein großvolumiges Anleihekaufprogramm geeignet, um effektiv auf die Inflationsrate wirken zu können.

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