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Geschrieben von forextotal am 18. September 2014

Märkte verharren in Nervosität vor Schottland-Votum

Trading-Chart

Die Stunde der Entscheidung rückt näher: Heute findet in Schottland das Votum über die Unabhängigkeit von Großbritannien statt, die Ergebnisse werden morgen feststehen. Die Märkte scheinen indes in einer Art Lauerstellung zu verharren, die Nervösität der Anleger ist an den Kursverläufen von Pfund und Euro deutlich abzulesen: Die europäische Gemeinschaftswährung verharrt nach einer kontinuierlichen Talfahrt seit einigen Tagen knapp unter dem Wert von 1,30 USD und auch das britische Pfund scheint bei einem Wert um 1,63 USD erstarrt.

Heftige Reaktion des Pfund-Kurses erwartet

Ganz gleich wie die Entscheidung ausfällt, sicher ist, dass das Pfund eine deutliche Reaktion zeigen wird. Sollten sich die Schotten dazu durchringen, Teil Großbritanniens zu bleiben, dürfte dies eine Trendwende für die angeschlagene britische Währung bedeuten und sie in die Höhe schnellen lassen. Eine Abspaltung dagegen würde für helle Aufregung an den Märkten sorgen, denn schließlich weiß niemand, wie es dann mit Schottland weiter gehen wird.

Laut den bisherigen Umfragewerten wiegen sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern des Votums auf, es bleibt also bis zuletzt spannend. Noch vor wenigen Wochen hätte wohl niemand in London mit einem solchen Kopf-an-Kopf-Rennen gerechnet, die englischen Politiker hatten vielmehr das schottische Unabhängigkeitsbegehren belächelt.

Zukunft eines unabhängigen Schottlands völlig ungewiss

Sollten sich die Schotten wirklich gewillt zeigen, sich von dem seit Jahrhunderten bestehenden Bündnis zu lösen, werden noch viele Fragen zu klären sein. Die wichtigste ist sicherlich die nach der künftigen Währung des Landes. Schottland könnte entweder eine eigene Währung einführen oder einen Eintritt in die Eurozone anstreben. Der von den Schotten geäußerte Wunsch nach einem Verbleib im Pfund-Währungsraum jedenfalls wurde von London barsch zurückgewiesen. Ein Beitritt in die EU andererseits müsste komplett neu verhandelt werden und würde sich über Jahre ziehen.

Doch die Abspaltung hätte auch Folgen für die Politik Großbritanniens. Abgesehen davon, dass ein solches Votum dem Premierminister David Dameron nicht gut zu stehen kommen dürfte - mit einer klaren konservativen Mehrheit steigt auch die Wahrscheinlichkeit eines EU-Austritts Großbritanniens.

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