Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 5. September 2014

US-Arbeitsmarktzahlen lassen Euro in die Höhe schnellen

Europa und der Euro

Anleger zeigten sich von den heute vorgelegten Arbeitsmarktzahlen aus den Vereinigten Staaten enttäuscht. Im August wurden deutlich weniger Stellen neu geschaffen als ursprünglich erwartet. Die europäische Gemeinschaftswährung konnte die eher gemischte Stimmung an den Märkten für sich nutzen und notierte etwas höher bei 1,2979 USD.

Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt bleibt stabil

Von der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen erhofften sich die Anleger Hinweise auf die künftige Ausrichtung der US-amerikansichen Geldpolitik. Dabei steht in erster Linie die Frage im Raum, ob es der Fed möglich sein könnte, ihre Zinsen früher als geplant zu erhöhen. Diesen Hoffnungen haben die heutigen Zahlen einen leichten Dämpfer verpast: Statt der 220.000 geplanten wurden tatsächlich nur 142.000 neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,1%.

Analysten schätzen die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt grundsätzlich positiv ein. Der abgeflachte Stellenzuwachs allerdings könnte ein Argument gegen eine vorgezogene Zinserhöhung seitens der Fed sein.

Experten äußern Zweifel an beschlossenen EZB-Maßnahmen

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte die Gunst der Stunde heute zwar dazu nutzen, leichte Gewinne gegenüber dem US-Dollar einzufahren, dennoch bleibt der Euro nach der gestrigen EZB-Entscheidung deutlich unter Druck. Erstmals seit über einem Jahr war die Währung unter die Marke von 1,30 US-Dollar gerutscht.

Unter den Finanzexperten stießen die beschlossenen Maßnahmen denn auch auf heftige Kritik. Sie sprechen von einer Sozialisierung der Haftung, ein für die Zukunft denkbares Anleihenkaufprogramm bedeute gar, das Investitionsrisiko der Anleger zu übernehmen. Zudem bezweifeln die Experten grundsätzlich, dass der gesenkte Leitzins die Kreditvergabe in Südeuropa ankurbeln wird.

Schreibe einen Kommentar

Impressum