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Geschrieben von forextotal am 4. September 2014

EZB-Entscheid: Starkes Signal mit marginaler Wirkkraft

Zentralbank (EZB)

Mit der heutigen Entscheidung sorgte der EZB-Chef Draghi für eine Überraschung an den Märkten: Statt des erwarteten Anleihekaufprogramms verkündeten die Zentralbanker eine weitere Absenkung ihres Leitzinses. Die Reaktionen auf die unvorhergesehene Maßnahme fielen zunächst freundlich aus, der Dax stieg um immerhin 0,4%. Der Euro dagegen erreichte mit 1,3026 USD seinen niedrigsten Wert seit Juli vergangenen Jahres.

Zentralbank führt eingeschlagenen Weg fort

Es sind nur kleine Schritte, die die Zentralbank heute ankündigte, nicht das von Anlegern erwartete und zugleich gefürchtete große Maßnahmenpaket. Zugleich aber bedeuten sie die konsequente Fortführung der im Juni begonnenen Geldpolitik. Den bereits historisch niedrigen Leitzins senkten die Banker auf 0,05% ab. Darüber hinaus verschärften sie den eingeführten Strafzins für Banken auf 0,2%.

Zwar hatten die Händler nicht mit einer weiteren Zinssenkung gerechnet, sie schätzten allerdings die Auswirkungen der Entscheidung auf die Realwirtschaft als marginal ein. Vielmehr sei sie als Warnung an die Kapitalmärkte zu interpretieren, die EZB demonstriere, dass sie zu allen Mitteln bereit sei, um die EU-Wirtschaft zu stabilisieren.

Draghi sieht die Politik in der Plficht

Die heutige Ankündigung fügt sich in das Bild, das Draghi in Jackson Hole von der EZB zeichnete. In seiner Rede stellte er klar, dass die Zentralbank lange genug "Feuerwehr" in der Eurokrise gespielt habe. Es sei an der Zeit, dass die politisch Verantwortlichen geeignete Maßnahmen ergriffen, um die EU-Wirtschaft in den Griff zu bekommen. Draghi führte als zwingende Maßnahmen von Staaten finanzierte Konjunkturprogramme aber auch Steuersenkungen an, um die Inflation wieder anzutreiben.

Bildquelle: goodstock / fotolia.com

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