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Geschrieben von forextotal am 3. September 2014

Waffenruhe in der Ukraine sorgt für Euphorie an den Märkten

Trading-Chart

Mit der Meldung von einer vereinbarten vorläufigen Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland hat sich die Stimmung an den Finanzmärkten merklich aufgehellt. In der Folge schnellte der DAX um 1,8% empor, der russische Leitindex RTS ließ sich mit einem Zuwachs von 4,9% zu wahren Höhenflügen verleiten. Die Entspannung hat auch dem angeschlagenen Euro eine Verschnaufspause beschert, er konnte am Vormittag leichte Gewinne einfahren.

Euro erholt sich von seinem Jahrestief

Bereits seit Monaten bestimmte die angespannte Lage im Konflikt um die Ukraine die Stimmung an den Finanzmärkten. Die Anleger sorgten sich um die politischen und wirtschaftlichen Folgen der Krise, zuletzt drohten EU-Politiker mit weiteren Sanktionen gegen Russland. Entsprechend euphorisch nahmen die Marktteilnehmer heute die Meldung von einer Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien Russland und der ukrainischen Regierung auf. Offiziell sprach man von einem "Regime der Feuerpause", da Russland nach wie vor jedwede Einflussnahme auf die prorussischen Rebellen von sich weist.

Im allgemeinen Stimmungshoch konnte sich der Euro von seiner anhaltenden Talfahrt etwas erholen. EUR/USD stieg auf einen Wert von 1,3137 USD und notierte damit über dem Jahrestief von 1,3109.

Anleger erwarten Lockerungsmaßnahmen

Im Vorfeld der EZB-Ratssitzung am Donnerstag ist dennoch kaum mit einer beständigeren Erholung des Euro-Kurses zu rechnen. Schließlich war es der EZB-Chef Draghi selbst, der erst letzte Woche ankündigte, er wolle alle im verfügbaren Mittel einsetzen, um für eine stabile Inflation im Euroraum zu sorgen. Dementsprechend erwarten die Anleger, dass die Zentralbank diesen Worten Taten folgen lassen und quantitative Maßnahmen beschließen wird.

Es ist diese zunehmende Kluft zwischen den Geldpolitiken der EZB und der Fed, die den Wert des Euros stark belastet. Während in den USA stabile Konjunkturdaten für eine baldige Zinsanhebung sprechen, deuten im Euroraum alle Zeichen auf weitere Lockerungen hin.

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