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Geschrieben von forextotal am 28. August 2014

Euro notiert nach leichten Gewinnen wieder bei Elfmonatstief

Europa und der Euro

Früher am Tag gelang es der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar leichte Gewinne einzufahren. Sie fand durch eine Äußerung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble Unterstützung, der die Kommentare des EZB-Präsidenten Draghi als "überinterpretiert" bewertet hatte. Draghi hatte erneut öffentlich darüber gesprochen, dass die EZB zu ungewöhnlichen Maßnahmen bereit sei, um die Wirtschaft Europas anzukurbeln. Damit hatte er in den letzten Tagen Spekulationen über neue Stimulusmaßnahmen und deren mögliche Auswirkungen befeuert.

Inflationsrate Deutschlands stagniert

Das Währungspaar EUR/USD reagierte auf Schäubles Aussage mit einem Anstieg auf 1,3220 USD, den höchsten Stand seit 24. August. Nach der Veröffentlichung von Zahlen zur Verbraucherpreisinflation in Deutschland konnte sich der Kurs allerdings nicht auf seinem kurzzeitigen Hoch halten und rutschte im europäischen Nachmittagshandel wiederum auf 1,3183 USD.

Im Großen und Ganzen verhielten sich die Verbraucherpreise ganz den Erwartungen entsprechend, deren Anstieg blieb im August nämlich unverändert. Damit bleibt der Einschätzung des Finanzministers Schäuble ungeachtet der Druck auf die Zentralbank bestehen, die Geldpolitik weiter zu lockern. Dazu tragen auch die negativen Konjunktursignale aus der Eurozone bei.

Poroschenko versetzt Märkte in Aufregung

Unterdessen drückte eine Schockmeldung aus der Ukraine zusätzlich auf den Kurs des Euros. In einer Pressekonferenz erklärte der ukrainische Ministerpräsident Poroschenko, russisches Militär habe mit der Invasion des Landes begonnen. Damit traf er die Ängste der Anleger, die schon seit Wochen vor einer Eskalation in der Region bangten. Inzwischen ist jedoch anhand der Reaktion der Börsen abzulesen, dass lange nich alle Investoren an die Offensive Russlands glauben. Die Märkte haben sich nach einer ersten Schockreaktion beruhigt.

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