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Geschrieben von forextotal am 2. Juli 2014

Erstarkter Euro weckt Sorgen vor weiteren EZB-Maßnahmen

Europa und der Euro

Trotz des herben Rückschlags infolge der letzten EZB-Entschlüsse Anfang Juni konnte sich der Euro-Kurs in den letzten Wochen festigen. Gegenüber den Hauptwährungen bleibt er deutlich unter Druck, die Absenkung des Leitzinses auf das historische Tief von 0,25% verfehlt seine Wirkung nicht. Doch der aktuell schwache US-Dollar bietet der angeschlagenen Gemeinschaftswährung die Möglichkeit, leichte Gewinne zu erzielen. Zuletzt stieg der Kurs sogar auf ein Sechswochenhoch.

Stagnierendes Wirtschaftswachstum schwächt US-Dollar

Am Dienstag konnte das Währungspaar EUR/USD mit einem Rekordstand von 1,3699 USD überraschen. Es war der höchste Wert, mit dem der Euro innerhalb der letzten sechs Wochen gehandelt wurde. Auch am heutigen Mittwoch hält sich der Kurs stabil nahe dieses Hochs und handelt mit 1,3677 USD.

Da die Investoren auf den für Donnerstag angekündigten Bericht zu den Beschäftigungszahlen aus den USA warten, blieben die Gewinnmargen eher gering. Daten aus der vorangegangenen Woche, die eine Kontraktion des US-amerikanischen Wirtschaftswachstum belegten, wirken sich zudem nachhaltig auf den Wert des Greenback aus.

Zugewinne stehen in keinem Verhältnis zur EU-Wirtschaft

Der aktuell gestärkte Kurs des Euros weckt im Hinblick auf die bevorstehende EZB-Strategiesitzung bei einigen Anlegern Sorgen. Sie befürchten, dass sich der Chef der Europäischen Zentralbank Draghi zu weiteren Maßnahmen genötigt fühlen könnte.

Tatsächlich möchten die Zugewinne nicht so recht zu den Wirtschaftsdaten der Eurozone passen, die in den vergangenen Tagen veröffentlicht wurden. Hier ist zum einen die weiterhin niedrige Inflationsrate zu nennen, aber auch die Zahl der Arbeitslosen stellt in allen Ländern der EU ein großes Problem dar. In Deutschland stieg die Arbeitslosenzahl im Mai um 9.000 anstatt, wie von Experten vorhergesagt, um 10.000 zu fallen. Der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor des Euroraums verspricht hier zumindest kurzfristig keine Besserung. Er fiel auf ein Siebenmonatstief von 51,8.

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