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Geschrieben von forextotal am 30. Juni 2014

Wochenausblick: Keine Zinswende in Sicht

Trading-Chart

Mit gleich zwei wichtigen Terminen verspricht diese Woche spannend zu werden: Pünktlich zum Quartalsende findet die EZB-Strategiesitzung statt. Vom Arbeitsmarktbericht der USA erhoffen sich Marktbeobachter Hinweise auf einen möglichen Zeitpunkt der Leitzinserhöhung. Schenkt man den Spekulationen Glauben, könnten diesen Monat in den Vereinigten Staaten etwa 213.000 neue Arbeitsplätze entstanden sein.

Draghi setzt auf steigende Verbraucherpreise

Im Zusammenhang mit der EZB-Strategiesitzung am Donnerstag ist mit keinen Überraschungen zu rechnen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass der Notenbankchef Mario Draghi in der anschließenden Pressekonferenz auf die Wirkung der bisher von der Notenbank ergriffenen Schritte eingehen wird. Ehe diese Maßnahmen einen sichtbaren Erfolg - im Sinne einer steigenden Inflationsrate - zeigen, ist eine Änderung der europäischen Geldpolitik nicht zu erwarten.

Zugleich wird Draghi auch weiterhin die Möglichkeit breit angelegter Anleihenkäufe offen halten, sollten die Maßnahmen die gewünschte Wirkung verfehlen. Neben der Absenkung des Leitzinses auf das Rekordtief von 0,15% hatte die EZB Anfang des Monats milliardenschwere Unterstützungspakete angekündigt, diese sollen die Teuerungsrate Europas wieder in Richtung der angestrebten zwei Prozent treiben. Im Juni stagnierte die Inflationsrate bei 0,5%.

Zeitplan der Fed bleibt unbekannt

Der Leitzins ist auch das große Thema der Federal Reserve Bank. In den USA bewegt sich dieser seit Ende 2008 zwischen 0,00% und 0,25%. Wie die Europäer strebt die Fed ein Inflationsziel von 2,0% an. Zweite Bedingung für die Anhebung des Leitzins ist eine Arbeitslosenquote zwischen 5,2% und 5,6%.

Auf der Ratssitzung letzten Mittwoch ließ die amerikanische Zentralbank die Anleger im Hinblick auf den Zeitplan für mögliche Zinserhöhungen im Dunkeln. Als gesichert gilt nur, dass die Bank plant, auch nach Ende der Anleihenkäufe weiter am niedrigen Zinsniveau festzuhalten. Die Wirtschaftsdaten aus den USA bieten ein gemischtes, schwer zu deutendes Bild: Auf der einen Seite stehen die verheerenden BIP-Daten, auf der anderen eine überraschend starke Inflationsrate.

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