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Geschrieben von forextotal am 23. Juni 2014

Droht der wirtschaftliche Aufschwung in der Eurozone zu stagnieren?

Europa und der Euro

Der aktuelle Einkaufsmanagerindex lieferte zur wirtschaftlichen Erholung der europäischen Staaten ernüchternde Zahlen. Als Reaktion auf die Veröffentlichung gab die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich nach. Das Währungspaar EUR/USD wurde zuletzt mit 1,3589 USD gehandelt, vor Bekanntwerden der Zahlen notierte sie noch bei 1,3606.

Konjunktur-Barometer liefert ernüchternde Zahlen

Seit 1996 wird der Einkaufsmanagerindex monatlich herausgegeben und hat sich als Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung etabliert. Den Index erstellen Markit Economics und der Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. Da er sich aus Zahlen des Industrie- als auch des Dienstleistungssektors zusammensetzt, kann er als eine Art Konjunktur-Barometer verstanden werden.

Im Juni sackte der Einkaufsmanagerindex für den gesamten Euroraum auf ein Halbjahrstief von 52,8 ab. Noch im Mai hatte er bei 53,5 gelegen. Obwohl Wirtschaftsforscher mit einem unveränderten Wert für das produzierende Gewerbe gerechnet hatten, reduzierte sich dieser von 52,2 im Mai auf 51,9 im Juni. Für den Index des Dienstleistungssektors hatten Experten sogar eine Zunahme erwartet. Umso größer fällt die Enttäuschung jetzt über den Wert von 52,8 aus, ein deutlicher Rückgang von 53,2 im Vormonat.

Indizes der beiden größten europäischen Volkswirtschaften enttäuschen

Lediglich der Index der deutschen Industrie konnte leicht zulegen, von 52,3 kletterte er im Juni auf 52,4. Der Wert für das Dienstleistungsgewerbe in Deutschland gab dagegen auf 54,8 nach. Damit blieb er aber immerhin über der 50er-Marke, die die Grenze zwischen Wachstum und Stagnation bezeichnet.

Auch die Zahlen für Europas zweitgrößte Volkswirtschaft, Frankreich, sehen alles andere als rosig aus: Das französische produzierende Gewerbe befindet sich mit einem Wert von 47,8 auf einem Sechsmonatstief. Der Index für den Dienstleistungssektor reduzierte sich von 49,1 auf 48,2.

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