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Geschrieben von forextotal am 23. Juni 2014

CFD-Strategien für den DAX

Trading-Chart

Als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt ist der Kurs des DAX in besonderem Maße von tagesaktuellen Ereignissen, wirtschaftlichen Entwicklungen sowie politischen Entscheidungen beeinflusst. Alle drei Faktoren sind für CFD-Trader aus diesem Grund von besonderem Interesse. Daneben empfiehlt es sich für jeden Anleger, eine oder mehrere feste Strategien zu verfolgen. Auf diese Weise kann er sich möglichst effizient vor emotional geleiteten Fehlentscheidungen schützen.

Als wichtigster Indikator zur Einschätzung der DAX-Kursbewegungen gilt die US-Börse. Im Abhängigkeitsverhältnis zwischen DAX, FDAX und DOW nimmt der DOW eine Führungsposition ein. Dies gilt insbesondere für die nachbörsliche Handelsperiode von 17.35 Uhr bis 22.00 Uhr, die für Berufstätige interessant ist. Innerhalb dieses Zeitraums sind die Kursbewegungen fast ausschließlich von der US-Börse bestimmt.

Handel um den Wendepunkt: die DAX-Pivot-Strategie

Als "Drehpunkt" ist der Pivot ein Indikator für eine mögliche Umkehr eines noch bestehenden Trends innerhalb des aktuellen Handelstages. Er lässt sich aus dem Hoch-, Tief- und Abschlusspreis des vorherigen Zeitraums berechnen, indem man diese addiert und anschließend durch drei teilt. Die darauf basierende Errechnung der für den Handelstag wahrscheinlichen Unterstützungs- und Widerstandspunkte ist im Artikel Pivot-Punkte berechnen erläutert. Bei Eröffnung des neuen Handelstages lässt sich anhand des Pivot-Werts erkennen, ob der Markt über ihm startet und damit ein bullishes Signal sendet, oder unter ihm, ein bearishes Anzeichen.

Für den nachbörslichen Handel ist als Pivot-Punkt der Schlusskurs des DAX geeignet. Anhand diesem lassen sich Kaufzonen von 30-35 Punkten unter beziehungsweise über diesem Wendepunkt setzen. Läuft der Kurs im Handelsverlauf in diese Zonen zurück, kann ein Wiedereinstieg erfolgen. Bei dieser Strategie werden nach und nach günstigere Einstiegspunkte, weiter von der Pivot-Linie entfernt, angestrebt. Bei einer starken Tagesvolatilität sollten die Zonen entsprechend angepasst werden.

Kurslücken nutzen: die Gap-Strategie

Ein Großteil der DAX-Schlusskurse werden am Folgetag mit einigen Punkten unter- beziehungsweise überschritten. Diese als "Gaps" bezeichneten Kurslücken entstehen in der Regel durch eine Überreaktion der Marktteilnehmer, die sich außerhalb der Marktzeiten auswirkt. Zur Eröffnung des Markts normalisiert sich der Kurs meist wieder, die entstandenen Lücken werden geschlossen. Dabei ist zwischen "Exhaustion Gaps" und "Continuation Gaps" zu unterscheiden: Während sich erstere nach Eröffnung schließen, leiten die anderen einen Trendtag ein. Gaps mit +/- 70 Punkten können als Continuation Gaps eingestuft werden.

Für die Gap-Strategie spielen vorbörsliche DOW-Futures eine wichtige Rolle, als Faustregel gilt: Handeln die DOW Futures um 8.00 Uhr deutlich im Minus und eröffnet die DAX Nachbörse mit einer negativen Gap, wird diese bei steigenden DOW Futures schneller geschlossen. In der Umkehr gilt dies für positive Gaps und fallende DOW Futures. Für Anleger ist unbedingt zu beachten, dass diese Kurslücken zwischen den Handelstagen nahezu unkalkulierbar sind. Daher ist diese Strategie als höchst riskant einzustufen.

Ruhe nach dem Sturm: die Post-Trend-Tag-Strategie

Unter dem Begriff Trend-Tag versteht man jene Handelstage, deren Trading Range 150 Punkte Verlust oder Gewinn beträgt. Im Chart sind sie anhand der langen Tageskerzen nahezu ohne Docht zu erkennen. Nach einem solchen Trend-Tag gönnt sich der Kurs in der Regel eine Verschnaufpause, bevor ein neuer Anlauf zu höheren beziehungsweise niedrigeren Ausschlägen erfolgt.

Die Post-Trend-Tag-Strategie beruht entsprechend auf diesen Folgetagen mit einer engeren Trading-Range von selten mehr als 60-80 Punkten. Referenzkurs ist wieder einmal der DAX-Schlusskurs des Vortags. Die Einstiegszonen lassen sich bei 40-50 Punkten unter oder über diesem Vortageswert platzieren.

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