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Geschrieben von forextotal am 20. Juni 2014

Fed lässt Anleger über Zinserhöhung im Dunkeln

USA und der Dollar

Die Stellungnahme der Federal Reserve Bank am Mittwoch blieb für den Dollar-Kurs nicht ohne Konsequenzen. Am Donnerstag rutschte die US-amerikanische Währung gegenüber den anderen Hauptwährungen ab, der US-Dollar-Index fiel nahe seines Tiefstandes auf 80,34. Im Anschluss an ihre Sitzung verkündete die Notenbank den Entschluss, vorerst am historischen Tief ihrer Zinssätze festzuhalten.

Ratsmitglieder setzen weiterhin auf Niedrigzins

Offenbar drängt es die Ratsmitglieder der Fed nicht, die aktuellen Zinssätze von null bis 0,25% frühzeitig anzuheben. Die Zentralbank nannte keinen festen Zeitpunkt für eine erste Erhöhung, deutete dagegen an, die Zinsen auch nach Auslaufen des Vermögenswerte-Kaufprogramms für längere Zeit auf ihrem derzeitigen Niveau zu belassen. Zusätzlich korrigierte sie die Prognose für den langfristigen Höchstsatz von 4,00 auf 3,75%.

Prognosen für Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert

Die grundlegende Stärke der US-Wirtschaft bewegte die Bank dazu, ihre Staatsanleihenkäufe um weitere 10 Mrd. auf 35 Mrd. US-Dollar zu kürzen. Dennoch scheint der Glaube an eine fortwährend großflächige Erholung getrübt: Ihre Wirtschaftswachstumsprognosen senkte die Fed für dieses Jahr von 2,8 bis 3,0 auf 2,1 bis 2,3%. Gleichzeitig bestätigt sie den aktuellen Anstieg der Inflationszahlen sowie die sinkende Arbeitslosenrate. Beides reicht laut der Vorsitzenden Janet Hellen nicht, um sich auf einen festen Zeitpunkt zur Umkehr der Geldpolitik festzulegen.

Eine grobe Orientierung kann die Fed dennoch geben: Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen die Leitzinsen 1,2% erreichen, bis Ende 2016 gar bei 2,5% liegen. Ein straffer Zeitplan, dessen Startpunkt weiterhin unbekannt bleibt.

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