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Geschrieben von forextotal am 12. Juni 2014

Neuseeländische Geldpolitik trägt Früchte

Trading-Chart

Wie bereits von Marktbeobachtern erwartet, hob die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am Mittwochabend ihre Zinssätze an. Der Referenzzinssatz stieg von 3,00% auf ein Fünfjahreshoch von 3,25%. Damit korrigierte die Notenbank ihre Zinssätze bereits zum dritten Mal innerhalb dieses Jahres nach oben. In Neuseeland zeigt sich, wie eine zur Europäischen Zentralbank völlig gegensätzliche Geldpolitik funktionieren kann.

Referenzzinssatz beflügelt NZD-Kurs

Seit dem gestrigen Abend gelang dem Neuseeland-Dollar ein beachtenswerter Kurssprung: Er verteuerte sich gegenüber seinem US-amerikanischen Pendant um 1,63% auf 0,8673 USD. Gegenüber dem Euro kletterte die neuseeländische Währung gar auf ein 13-Monatshoch, das Währungspaar EUR/NZD notierte bei 1,5586.

Seinen plötzlichen Erfolg hat der Neuseeland-Dollar nicht ausschließlich dem angehobenen Referenzzinssatz zu verdanken. Die RBNZ gab außerdem bekannt, dass auch die Fremdkapitalkosten erneut steigen werden. Laut der Bank führe das starke Wirtschaftswachstum Neuseelands zu einer Erhöhung des Inflationsdrucks.

Europäischer Anleihenmarkt boomt

Von einer solchen Geldpolitik ist man in Europa indes weit entfernt: Die EZB senkte vergangenen Donnerstag ihre Zinssätze auf Rekordtiefen und führte zeitgleich einen Strafzins für Einlagen ein. Von diesen Maßnahmen erhofft sich die Notenbank eine steigende Inflation und wirtschaftliche Erholung in den Euroländern.

Diese lockere Geldpolitik verhilft aber auch dem Anleihenmarkt der Eurozone zu neuem Aufschwung. Aufgrund des Niedrigzinses sind die Märkte mit Liquidität geflutet, Anleger halten nach Renditen Ausschau. Die aktuelle Lage macht ausgerechnet Staatsanleihen europäischer Krisenländer attraktiv. Sie gelten als nahezu ausfallsicher, da die EZB in der Vergangenheit mehrfach signalisierte, dass sie den Euro um jeden Preis retten werde.

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