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Geschrieben von forextotal am 10. Juni 2014

Lohnen sich Investitionen in erneuerbare Energien?

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Spätestens seit dem Reaktorunglück von Fukushima und dem damit verbundenen Umbruch in der Energiepolitik der Bundesregierung stehen alternative Möglichkeiten der Stromproduktion im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nachdem Begriffe wie Windenergie, Wasserkraft und Solarstrom die längste Zeit ausschließlich in der Rhetorik grüner Politiker verortet wurden, ist seit dem geplanten Atomausstieg klar: Die erneuerbaren Energien sind nicht nur ökologisch sinnvoll sondern auch wirtschaftlich hochprofitabel. Sie haben neue Arbeitsplätze und vielfältige Investitionsmöglichkeiten geschaffen, die auch für private Anleger interessant sind.

Wirtschaftlich und nachhaltig - mit dem richtigen Mix ist es möglich

Ob Beteiligungsfond, Genussrechte, Anleihen oder gar eine eigene Anlage: Die unterschiedlichen Anlageoptionen in erneuerbare Energien bieten für jedes Portfolio die passende und oftmals dauerhafte Investition. Dabei hat sich der Solarstrom in den letzten Jahren als der Liebling der Deutschen erwiesen. Doch neben der Photovoltaik bieten auch Windkraft, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse und Technologien zur Stromspeicherung lukrative Möglichkeiten. Schließlich spielen bei dem Ausbau der regenerativen Energien Diversität und Dezentralität eine große Rolle - ökologisch und technisch sinnvoll ist eine Mischung der unterschiedlichen Formen von Stromerzeugung, angepasst an die regionalen Gegebenheiten.

Solarenergie: Schönwetterfront für Privatanleger

Als Paradebeispiel für den Ökostrom steht die unerschöpfliche Energiequelle Sonne. Ihre Strahlungsenergie übertrifft den gesamten Strombedarf aller auf der Erde lebenden Menschen 5.000 Mal. Mithilfe der Photovoltaik lässt sich diese Strahlkraft nutzbar machen, Solarzellen wandeln die Sonnenenergie direkt in Strom um. Diese Technik spielt in Deutschland bereits eine große Rolle, eine Solarstromanlage auf dem Dach gilt hierzulande als lohnenswerte Investition.

Viele Anleger sorgen sich derzeit, da die Einspeisevergütung für den aus privaten Anlagen gewonnenen Strom reduziert wurde. Das ist zwar ärgerlich, jedoch wird oft außer Acht gelassen, dass zugleich auch die Preise für Solaranlagen um etwa 45% gesunken sind. Die geringeren Anschaffungskosten gleichen die niedrigere Einspeisevergütung leicht wieder aus. Zudem macht sich der Betreiber einer Photovoltaik-Anlage langfristig von steigenden Stromkosten unabhängig.

Wer dennoch nicht bereit ist, in eine eigene Anlage zu investieren, kann sich alternativ an einer so genannten Bürgersolaranlage beteiligen. Große Summen lassen sich in deutschen Solarparks zukunftsweisend anlegen.

Windenergie: Luft für gemeinschaftliche Großprojekte

Mit rund 7% hat die Windenergie unter den erneuerbaren Energien derzeit den größten Anteil an der Stromproduktion Deutschlands. Im ganzen Land werden neue Windparks gebaut, die die Chance auf ein ökologisches und wirtschaftliches Investment bieten.

Sogenannte geschlossene Fonds setzen das Kapital mehrerer Investoren gebündelt ein und finanzieren damit einen ganzen Windpark. Über eine Kommandit-Einlage sind die einzelnen Anleger direkt am Ertrag beteiligt. Auf diese Weise kommen auch Kleinanleger in den Genuss der Vorteile einer Großinvestition. Üblicherweise stehen diese nur großen, institutionellen Investoren offen.

Auch über Genussscheine und Anleihen können sich private Anleger an der Windenergie beteiligen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Genussrechtsinhaber sind am Gewinn, aber auch am Verlust eines Unternehmens beteiligt, Mitspracherechte haben sie dagegen keine. Im schlimmsten Fall kann ein Investor seine gesamte Geldanlage verlieren.

Biogasanlagen: Upcycling für die Landwirtschaft

Das Prinzip Biogas ist so einfach wie genial: Über den Abbau von Biomasse, also Abfallprodukten aus der Landwirtschaft, durch Mikroorganismen unter Ausschluss von Sauerstoff entsteht das so genannte Biogas. Dieses kann von einem Verbrennungsmotor und einem an das Stromnetz angeschlossenen Generator absolut klimaneutral in Strom und Wärme umgewandelt werden.

Über Biogas-Fonds können sich Anleger direkt an den Erträgen der Stromproduktion einer oder mehrerer Biogasanlagen beteiligen. Für Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind, bietet sich dagegen eine aktive Teilhabe am Betrieb einer Biogasanlage im Rahmen einer landwirtschaftlichen Genossenschaft an.

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