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Geschrieben von forextotal am 28. April 2014

Yen notiert weiterhin schwach

Japan und der YenDie japanische Währung hat eine schwierige Woche hinter sich. Bereits am letzten Montag begann eine Abwärtsspirale, nachdem bekannt wurde, dass Japans Handelsdefizit im März auf 1,45 Mrd. Yen angestiegen ist. Hinzu kamen am Freitag Inflationszahlen, die weit hinter den Erwartungen zurückblieben und den Kurs des Yen noch weiter gehemmt haben.

Japanisches Handelsdefizit bringt Yen unter Druck

Mit 1,45 Mrd. Yen befindet sich das Handelsdefizit Japans auf dem höchsten Stand dieses Monats und fällt noch höher als die erwarteten 1,27 Mrd. Yen aus. Diese ernüchternden Daten erhöhen den Druck auf die japanische Notenbank, sämtliche Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft fortzuführen.

Am Montag musste der Yen gegenüber dem Dollar herbe Verluste in Kauf nehmen. Das Währungspaar USD/JPY stieg auf 102,73 an, den höchsten Stand seit dem 8. April. Auch der Euro konnte gegenüber der japanischen Währung am Montag ein Hoch von 141,81 verzeichnen.

Inflationsdaten hemmen Yen-Nachfrage

Unterstützung fand der Yen am Donnerstag, als der japanische Premierminister Shinzo Abe bekannt gab, dass das Handelsabkommen mit den USA noch nicht abgeschlossen sei und die bilateralen Gespräche andauerten. Dieses Abkommen ist ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftsreformen.

Auch die am Freitag veröffentlichten Daten zur japanischen Inflation bieten grundsätzlich einen positiven Wirtschaftsausblick für Japan. Den VPI von 1,6% interpretiert der japanische Finanzminister Tara Asp als einen Erfolg im Kampf gegen die Deflation. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist die Verbraucherpreisinflation um 2,7% gestiegen, der Markt hatte jedoch eine Steigerung von 2,8% erwartet. Diese weit hinter den Erwartungen zurückbleibenden Inflationszahlen hemmen die Yen-Nachfrage.

Der Kurs von USD/JPY bleibt dessen ungeachtet weitgehend gleich. Schließlich ist auch die Nachfrage nach dem Greenback getrübt, die neuesten Entwicklungen der Ukraine-Krise drücken die Marktstimmung, außerdem muss mit neuen Sanktionen gegen Russland gerechnet werden. Während der Asien-Session am Freitag wurde das Währungspaar mit 102,50 gehandelt.

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