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Geschrieben von forextotal am 22. August 2013

Warum Währungshandel den meisten Optionsgeschäften überlegen ist

Europa und der EuroViele Anleger erkennen trotz der Verschleierungstaktik langsam das wahre Ausmaß der Probleme mit der angeblich wohlstandsbringenden Euro-Währung. Als Alternativen bieten sich in turbulenten Zeiten zwei ganz unterschiedliche Asset-Katagorien an: Einerseits können Investitionen in Sachwerte einen hohen Wohlstandsgewinn erzielen, darüberhinaus kann ein Euro-Währungsverfall zu Währungsgewinnen stabilerer Währungen führen. Genau hier setzen Daytrader und langfristig agierende Händler an, wenn sie die Chancen anderer Währungen analysieren und Investmententscheidungen treffen. Dabei ist der Währungshandel den meisten Optionsgeschäften überlegen. Doch warum eigentlich? Ein Blick auf das Aufgeld und den Zeitwert beim Optionshandel geben einen ersten Eindruck in die Wertigkeit der verschiedenen Alternativen.

Das Aufgeld deckt das Risiko des Options-Herausgebers ab

Wenn Sie eine Option erwerben, dann erwerben Sie im Wesentlichen ein Anrecht auf die Teilhabe an Kursschwankungen. Wer eine Option kauft (Long-Position), der hofft auf Kurssteigerungen. Der Herausgeber der Option ist anderer Ansicht. Dennoch möchte er für die Übernahme des Risikos einen Preis erhalten. Dies ist das sogenannte Aufgeld der Option. Dies ist eine künstlich berechnete Zahl, die sich aus dem inneren Wert der Option und einem Zeitwert ergibt. Der innere Wert bezeichnet dabei den rechnerischen Vorteil, den jemand aus der Ausübung seiner Option haben kann: Ist der Bezugspreis einer Aktie beispielsweise bei 75 und notiert diese gerade bei 100, so hätte eine Option einen inneren Wert von 25. Der Herausgeber der Option lässt sich aber die Risikoübernahme bezahlen, so dass diese erheblich mehr kosten kann.

Die Berechnungsgrundlage dafür ist dann eine sehr komplexe mathematische Formel, die hier zu finden ist und einen angeblich fairen Preis errechnet. Problematisch ist dabei, dass die meisten privaten und institutionellen Kunden diese Formel nicht rechnen können.

Deshalb kommt es regelmäßig und auch geplant zu einem herben Wertverlust für alle Käufer von Optionen! Am sogenannten Verfallstag der Optionen am 3. Freitag des Monats werden alle Optionen der entsprechenden Laufzeit ungültig. Einmal im Quartal sogar die Optionen mit der jeweiligen Monatslaufzeit, der Wochenlaufzeit und der Laufzeit eines Quartals. Lesen Sie in der Tageszeitung etwas von diesem dreifachen "Hexensabbat" dann ist der Monat März, Juni, September oder Dezember gemeint. An diesem Tag werden - je nach Konstruktion - die Optionen abgerechnet oder die jeweiligen Kauf- und Verkaufsoptionen ausgeübt. Alle Optionen, die keinen positiven inneren Wert haben, werden dann wertlos. Dies ist auch der Grund, warum in den Warnhinweisen bei Optionsgeschäften auch von der Möglichkeit des kompletten Kapitalverlustes gesprochen wird.

Die Überlegenheit des Währungshandels begreifen

Beim Währungshandel werden stattdessen echte Währungen getauscht, die ganz anders als Optionen nicht konstruktionsbedingt bereits mit einem Verfalls- bzw. Gültigkeitsdatum ausgestattet werden. Wer sich die unglaublichen Belastungen des Euro vergegenwärtigt, der kann auf Währungen anderer gesunder Volkswirtschaften ausweichen. Dabei tauscht er eine Inlandswährungseinheit gegen eine Einheit des Investitionslandes. In vielen Fällen wird dieses echte Buchgeld sogar verzinst, so dass ebenso regelmäßige Einnahmen entstehen. Kommt nun der allgemein befürchtete Fall des Euro, so kann der Anleger nach dem Wertverfall die Fremdwährungseinheiten wieder verkaufen und erhält eine wesentlich höhere Zahl an Inlandswährungseinheiten.

Der Erfolg oder Misserfolg des Investments im Währungshandel hängt also von der Entwicklung der jeweiligen Volkswirtschaft ab. Die dabei wirkenden Mechanismen sind bei entsprechendem Interesse und Engagement von Privatkunden und institutionellen Investoren wesentlich leichter zu erfassen, als die komplexen Optionsberechnungen. Auf die Kernaussage konzentriert, spiegeln die Währungen jeweils die Kaufkraftänderungen und den inneren Wert von Geld in einem Land wider. Ergänzt wird dies durch einen Zuschlag der Bewertung beispielsweise für Boom-Länder oder kurz vor einem beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung. Wer sich die Charts für die Währungspaare EUR/CHF und EUR/USD für einen längeren Zeitraum ansieht, der wird das angenehmere Chancen-/Risikoprofil erkennen. Das Investment in Fremdwährungen dient also sowohl der Risikoreduzierung, als auch der Erzielung von Kapitalerträgen.

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