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Geschrieben von forextotal am 24. Juli 2013

Forex-Trader: Zu Unrecht in Verruf geraten

Geld und GeldpolitikUnter einem Forex-Trader versteht man eine Person, welche mit ausländischen Währungen handelt, um hier von den schwankenden Kursen zu profitieren. Solche Händler sind in den Verruf geraten, ein Teil des Problems der weltweiten Finanzkrise zu sein. Dies ist indes nicht zielführend.

Der Handel und die Krise

Die Finanz- und Eurokrise wird mit Sicherheit befeuert durch das Treiben von Spekulanten aller Couleur, wie dies schon immer in Krisen und auch in Kriegen der Fall war: Händler profitieren von der Angst der Menschen, wie sie eben allgemein vom Bedürfnis der Menschen nach lebensnotwendigen Dingen profitieren - nur so konnte Handel entstehen. Auch der Handel mit Währungen ist zunächst ein Geschäft, welches die Ängste und Erwartungen der Menschen zur Kenntnis nimmt und entsprechend bedient.

Die Krise und die Politik

Die Politik ist stets bemüht, Volkes Zorn von sich abzuwenden und ihn auf andere Personen abzuwälzen. "Die Spekulanten" oder "Die Märkte" sind hier verlässliche Blitzableiter, zumal niemand genau weiß, wer sich dahinter eigentlich verbirgt. So lässt sich die Stimmung kanalisieren und es droht keine Verleumdungsklage. Die Krise auf den Handel und womöglich auch das Wetten abzuwälzen ist ein leicht zu durchschauender Trick, um den Wählern vorzugaukeln, man sei ja im Grunde genauso empört und betroffen wie die Wählerschaft. Indes war es die Politik, welche die Finanzmärkte und damit auch den Forex-Handel dereguliert hat und sich dafür feiern ließ. Wer den Wolf von der Kette lässt, sollte die Schuld für spätere Ereignisse nicht auf den Wolf schieben.

Der Forex-Handel und der technische Fortschritt

Der weltweite Handel hat sich durch die Digitalisierung großer Teile der Welt in einer Art und Weise beschleunigt, die wohl niemand noch vor zwei Jahrzehnten für möglich gehalten hätte. Milliardenbeträge werden innerhalb von Sekundenbruchteilen um die Welt geschoben. Ein erfolgreicher Forex-Trader ist letzten Endes ein Mensch, welcher über ein Computerprogramm verfügt, das schneller reagieren kann als das der Konkurrenz: Wenn sich auch nur in der dritten Stelle hinter dem Komma eine Differenz für einen winzigen Zeitraum auftut, was den aktuellen Wechselkurs einer Währung zu einer anderen Währung betrifft, kann das schnellste Programm hier bei einer entsprechend hohen Investitionssumme riesige Gewinne erzielen. Es ist schwer zu beurteilen, ob das Ausnutzen technischer Möglichkeiten, oder auch Unzulänglichkeiten auf der anderen Seite, eine amoralische Handlung darstellt.

Der Forex-Trader in der realen Welt

In Krisensituationen rufen die Menschen gerne nach einem Schuldigen. Derzeit sind es die "Gewinner" der Krise, welche an der Krise Schuld tragen sollen. Allerdings sind fast alle Menschen an solchen Spekulationen beteiligt und sei es nur über das Sparbuch oder die Lebensversicherung. Hier erwartet man hohe Zinsen und Überschussbeteiligungen, vergisst aber gerne, dass diese Überschüsse erwirtschaftet werden müssen. Man muss diese Form der Geldvermehrung aus sich selbst heraus und ohne jede Produktivität sicher nicht zur Lebensmaxime erheben. Man muss sie eigentlich auch nicht mögen; man kann sicher auch darüber nachdenken, wann die nächste Krise kommt, da solche Systeme Krisen schlicht verursachen müssen. Man sollte sie allerdings auch nicht verteufeln, denn man sitzt in der Regel irgendwie mit im Glashaus. Die Menschen, welche hiervon leben, bedienen lediglich einen Markt, auf dem die meisten von uns einkaufen - und sei es nur unbewusst.

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