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Geschrieben von forextotal am 15. März 2013

Was sind Leerverkäufe an der Börse?

Trading-ChartLeerverkäufe an der Börse sind hochspekulativ. Gerade deshalb wird darüber immer wieder heiß diskutiert und nicht von ungefähr haben Leerverkäufe für viele einen zweifelhaften Ruf. Wie der Name schon andeutet, sind in dem Fall die Aktien, Währungen oder Staatsanleihen, mit denen spekuliert wird, gar nicht im eigenen Besitz. Man unterscheidet zwischen gedeckten und ungedeckten Leerverkäufen. Gewettet wird immer auf fallende Kurse.

Gedeckte Leerverkäufe

Bei den sogenannten gedeckten Leerverkäufen leihen sich die Markteilnehmer die Papiere gerne bei entsprechenden Fonds aus. Diese kassieren dafür eine Gebühr von rund zwei Prozent des Wertes. Verbunden ist damit immer eine gewisse Frist. Der Spekulant geht also davon aus, dass die Papiere innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Kurs fallen und er sie später günstiger einkaufen kann, als er sie jetzt an den Mann bringt. Die Differenz ist der Gewinn.

Ungedeckte Leerverkäufe

Als wesentlich gefährlicher für den Markt gelten die ungedeckten Leerverkäufe, denn hier ist der Spekulant nicht einmal im Besitz der entsprechenden Papiere. Im Grunde genommen gibt es diese also gar nicht. Das gilt zumindest so lange, bis die Papiere, die zunächst "leer" verkauft wurden, tatsächlich (im Idealfall zu einem günstigeren Kurs) erworben werden, um die Lieferpflicht zu erfüllen. Diese Spekulationen können zu Verwerfungen des Marktes führen. Deshalb sind sie in Deutschland auch verboten.

Einfluss auf den Kurs?

Hinter den Leerverkäufen stecken meistens Hedgefonds, die ihr Geld mit solchen Spekulationen verdienen. Inwiefern diese Geschäfte die Kurse tatsächlich beeinflussen, wird oft heiß diskutiert. Gewisse Einflüsse sind aber schwer von der Hand zu weisen, denn der Marktteilnehmer wird alles dafür tun, um das Geschäft positiv abzuschließen und deshalb im Ernstfall auch versuchen, die Kurse zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Leerverkäufe als Korrektiv

Es gibt aber auch Studien, die belegen, dass Leerverkäufe ein Korrektiv sein können. Zumindest Spekulationsblasen entstehen längst nicht so einfach. Dahinter steckt auch die Theorie, dass solche Marktteilnehmer nicht gegen gesunde Papiere wetten, sondern zwangsläufig mit solchen spekulieren, die überbewertet erscheinen.

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